Neidhardt Grundbau GmbH mit high-tech grundsicher®

Herstellverfahren

Wir beherrschen nahezu alle im Spezialtiefbau gängigen Bohr-, Spül- und Verpresstechniken.

Die nachfolgenden Beschreibungen ersetzen keine Beratung, sondern sie dienen lediglich zur begrifflichen Orientation. Zur Auswahl eines geeigneten Bohrsystems bleibt eine individuelle Betrachtung der Baumaßnahme nicht aus. Detaillierte Verfahrensbeschreibungen stellen wir gerne auf Anfrage zur Verfügung.

Projekte

Bohrverfahren

Doppelt verrohrte Verfahren (Überlagerungsbohrverfahren)

Im Duplex- bzw. Doppelkopfbohrverfahren werden zwei zentrisch ineinander liegende Bohrgestänge drehend oder drehend/schlagend in das Erdreich eingebracht. Hierbei wird eine Innenspülung verwendet. Überlagerungsbohrverfahren werden u.a. in Fällen, in denen Setzungen unbedingt zu vermeiden sind, vorgezogen. In der Regel arbeiten wir zwar im Doppelkopfbohrverfahren, beherrschen jedoch auch das Duplexverfahren ebenso sicher.

Anwendungsbeispiel für den Einsatz des Doppelkopfbohrverfahrens:
Dortmund-Ems-Kanal, Los 8 / Münster-Amelsbüren

Einfach verrohrte Verfahren

Das einfach verrohrte Dreh- und Dreh-/Schlagbohrverfahren mit Außenspülung (auch „Spülbohrverfahren“ genannt) wird nach wie vor von uns erfolgreich angewandt. Insbesondere Sande sowie weicher Ton sind die idealen Böden für dieses Bohrverfahren. Als Spülmedium wird i.d.R. Wasser bzw. Wasser-Zement-Suspension verwendet.

Anwendungsbeispiel für den Einsatz des Dreh-/Schlagbohrverfahrens:
Biosphärium ElbSchloss Bleckede

Selbstbohrverfahren

Unter Selbstbohrverfahren versteht sich das direkte Einbohren eines Stahltragglieds. So wird bei der Herstellung eines TITAN-Pfahles das Stahltragglied, das gleichzeitig als konstruktives Tragglied fungiert, „unverrohrt“ in den Boden eingebracht. Damit wird u.a. das spätere Ziehen des Bohrgestänges überflüssig, was die Ersparnis eines zeitintensiven Vorgangs erübrigt.

Anwendungsbeispiel für den Einsatz des Selbstbohrverfahrens:
HWS Tor Kornhausbrücke Hamburg

Schneckenbohrverfahren

Im Schneckenbohrverfahren fungiert die Wendel der Schnecke zum Fördern des Bohrguts. Wir wenden das Verfahren sowohl als Endlosschnecke als auch im Doppelkopfbohrsystem an.

Tief- bzw. Imlochhammerbohrverfahren

Das Bohren mit Tieflochhammer ist mit verschiedenen Bohrsystemen, wie dem Schnecken-, Doppelkopf-, oder Duplexverfahren, kombinierbar. Das Verfahren eignet sich bei Bohrungen in Fels- oder Kalksteinböden. Das Bohrgut wird per Druckluft zutage gefördert.

Injektions- und Verpresstechniken

Auch auf dem Gebiet der Verpress- bzw. Injektionstechnik beherrschen wir verschiedenste Systeme. Dazu zählen

  • Primärinjektionen (Erstverpressungen)
  • Sekundärinjektionen (Nachverpressungen)
  • Manschettenrohrinjektionen

In bindigen Böden werden zumeist Nachverpressungen zur Erhöhung der Tragfähigkeit des Pfahls oder Ankers durchgeführt. Der Vorgang bewirkt, dass der durch die Primärinjektion entstandene Verpresskörper durch die Nachverpressung aufgesprengt und vergrößert wird, so dass durch den im Erdreich erzeugten höheren Druck eine höhere Mantelreibung des Verpresskörpers zum Erdboden bewirkt wird. In besonderen Fällen führen wir punktuelle Injektionen über Manschettenrohre zur Baugrundverbesserung oder Fugenabdichtung aus.

Spülverfahren

Die von uns verwendeten Spülverfahren, die zum Transport des Bohrguts zur Oberfläche verwendet werden, meistern nahezu alle geologischen Bedingungen. Als Spülungsmedien verwenden wir je nach Baumaßnahme

  • Wasser
  • Druckluft
  • Wasser-Zement-Suspensionen

Kampfmittel­sondierungsverfahren

Wir haben ein eigenes Verfahren zur Kampfmittelsondierung in schwer zugänglichen Böden im Zuge unserer Anker-/Pfahlbohrung entwickelt. Der Baugrund wird dabei „im Pilgerschrittverfahren“ sondiert, so dass zu keinem Zeitpunkt in einem nicht zuvor sondierten und freigemessenen Bereich gebohrt wird. Das Verfahren erlaubt es uns, während des Abteufens des Bohrgestänges bei der Anker- bzw. Pfahlherstellung direkt innerhalb der Bohrachse den umliegenden Baugrund auf eventuelle Kampfmittel zu sondieren. Nähere Details sind auf Anfrage erhältlich.

  • SCHAARTOR HAMBURG Wasserseitige Verankerung und Tiefgründung der HWS-Anlage am Binnenhafen Schaartor.

  • WESERSTADION BREMEN, UMBAU WEST- U. OSTKURVE Tiefgründung der Ost- u. Westtribünen des Bremer Weserstadions.

  • ELBEDÜKER HETLINGEN Verankerung eines Betonwiderlagers zum Rückbau des Elbedükers.

  • EMSCHER DURCHLASS Baugrubenverankerung und Auftriebssicherung im Rahmen des Neubaus des Emscher Durchlasses.

  • S8 EXPRESSWAY WARSCHAU Rückwärtige Verankerung einer ca. 4 km langen Schlitzwand beidseitig entlang eines geplanten Autobahnringes in Warschau.