Bohrarbeiten - unsere Bauverfahren
Inhaltesverzeichnis
Wir beherrschen nahezu alle im Spezialtiefbau gängigen Bohr-, Spül- und Verpresstechniken. Die nachfolgenden Beschreibungen ersetzen keine Beratung, sondern sie dienen lediglich zur begrifflichen Orientation. Zur Auswahl eines geeigneten Bohrsystems bleibt eine individuelle Betrachtung der Baumaßnahme nicht aus. Detaillierte Verfahrensbeschreibungen stellen wir gerne auf Anfrage zur Verfügung.
Bohrverfahren | Bohrarbeiten
Einfach verrohrte Verfahren
Das einfach verrohrte Dreh- und Dreh-/Schlagbohrverfahren mit Außenspülung wird nach wie vor von uns erfolgreich angewandt. Insbesondere Sande sowie weicher Ton sind die idealen Böden für dieses Bohrverfahren.
Anwendungsbeispiel für den Einsatz des Dreh-/Schlagbohrverfahrens:
BV: Biosphärium ElbSchloss Bleckede, Umbau der Remise
Doppelt verrohrte Verfahren (Überlagerungsbohrverfahren)
Im Duplex- bzw. Doppelkopfbohrverfahren werden zwei zentrisch ineinander liegende Bohr-gestänge drehend oder drehend/schlagend in das Erdreich eingebracht. Hierbei wird eine Innenspülung verwendet. Überlagerungsbohrverfahren werden u.a. in Fällen, in denen Set-zungen unbedingt zu vermeiden sind, vorgezogen. In der Regel arbeiten wir zwar im Dop-pelkopfbohrverfahren, beherrschen jedoch auch das Duplexverfahren ebenso sicher.
Anwendungsbeispiel für den Einsatz des Doppelkopfbohrverfahrens:
BV: Dortmund-Ems-Kanal, km 54,357-55,801, Los 8 / Münster-Amelsbüren
Selbstbohrverfahren
Unter Selbstbohrverfahren versteht sich das direkte Einbohren eines Stahltragglieds. So wird bei der Herstellung eines TITAN-Pfahles das Stahltragglied, das gleichzeitig als konstruktives Tragglied fungiert, „unverrohrt“ in den Boden eingebracht. Damit wird u.a. das spätere Ziehen des Bohrgestänges überflüssig, was die Ersparnis eines zeitintensiven Vorgangs erübrigt.
Anwendungsbeispiel für den Einsatz des Selbstbohrverfahrens:
BV: HWS Tor Kornhausbrücke Hamburg
Schneckenbohrverfahren
Im Schneckenbohrverfahren fungiert die Wendel der Schnecke zum Fördern des Bohrguts. Wir wenden das Verfahren sowohl als Endlosschnecke als auch im Doppelkopfbohrsystem bis 305 mm Durchmesser an.
Tief- bzw. Imlochhammerbohrverfahren
Das Bohren mit Tieflochhammer ist mit verschiedenen Bohrsystemen, wie dem Schnecken-, Doppelkopf-, oder Duplexverfahren, kombinierbar. Das Verfahren eignet sich bei Bohrungen in Fels- oder Kalksteinböden.
Anwendungsbeispiel für den Einsatz des Tieflochhammerbohrverfahrens:
BV: Tivoli Himmelskibet
Injektions- und Verpresstechniken
Auch auf dem Gebiet der Verpress- bzw. Injektionstechnik beherrschen wir verschiedenste Systeme. Dazu zählen
- Primärinjektionen (Erstverpressungen)
- Sekundärinjektionen (Nachverpressungen)
- Manschettenrohrinjektionen
In bindigen Böden werden zumeist Nachverpressungen zur Erhöhung der Tragfähigkeit des Pfahls oder Ankers durchgeführt. Der Vorgang bewirkt, dass der durch die Primärinjektion entstandene Verpresskörper durch die Nachverpressung aufgesprengt und vergrößert wird, so dass durch den Druck eine höhere Mantelreibung des Verpresskörpers zum Erdboden bewirkt wird. In besonderen Fällen führen wir punktuelle Injektionen über Manschettenrohre zur Baugrundverbesserung oder Fugenabdichtung aus.
Anwendungsbeispiel für eine Manschettenrohrinjektion zur Bodenstabilisation:
BV: Ausbau BAB A1 auf 6 Fahrstreifen, Gradientabsenkung am Bereich der DB-Überführung
Spülverfahren
Die von uns verwendeten Spülverfahren, die zum Transport des Bohrguts zur Oberfläche verwendet werden, meistern nahezu alle geologischen Bedingungen. Als Spülungsmedien verwenden wir je nach Aufgabe
- Wasser
- Druckluft
- Wasser-Zement-Suspensionen.
Anwendungsbeispiel für eine Druckluftspülung:
BV: Gründung Mast 3 und Mast 4
NEU – Kampfmittelsondierungsverfahren
Seit neuestem setzen wir erfolgreich ein eigenes Verfahren zur Kampfmittelsondierung ein. Das Verfahren erlaubt es uns, während des Abteufens des Bohrgestänges bei der Anker- bzw. Pfahlherstellung direkt innerhalb der Bohrachse den umliegenden Baugrund auf even-tuelle Kampfmittel zu sondieren. Hierzu haben wir ein Verfahren entwickelt, das sich strikt am Pilgerschrittverfahren orientiert und somit als äußerst sicher gilt. Nähere Details sind auf An-frage erhältlich.






