S8 Expressway – „Trasa Armii Krajowej“ in Warschau (Polen)

Bauherr: Generalna Dyrekcja Dróg Krajowych i Autostrad
Auftraggeber: Aarsleff Sp. Z o. o.

Rückwärtige Verankerung einer ca. 4 km langen Schlitzwand beidseitig entlang eines geplanten Autobahnringes in Warschau. Zur termingerechten Herstellung arbeiteten wir mit bis zu drei Bohreinheiten gleichzeitig an verschiedenen Losen. Wechselhafte Bodenverhältnisse sowie örtliche Sprachbarrieren erforderten eine intensive Baustellenbetreuung.

Aufgrund der für 2012 angesetzten Fußball Europameisterschaften in Polen und in der Ukraine werden derzeit massive Infrastrukturprojekte in diesen Ländern vorangetrieben, um die erwarteten Zuschauerströme angemessen auffangen zu können. Eines dieser Projekte beinhaltete den Bau eines neuen Autobahnringes in Stufen um den Hauptaustragungsort Warschau herum, welcher als Teil des insgesamt ca. 680 km langen geplanten S8 Expressway anzusehen ist.

Am Bau eines Streckenabschnittes waren wir zwecks rückwärtiger Verankerung der beidseitig verlaufenden Stützwände, die als Stahlbeton-Schlitzwände hergestellt wurden, beteiligt. Hierbei brachten wir ca. 50% der insgesamt berechneten Stückzahl an Ankern mit einigen witterungsbedingten Unterbrechungen innerhalb von ca. 10 Monaten ein. Die Arbeiten führten wir im Mittel mit 2 Bohrgeräten, teilweise jedoch mit bis zu 3 Einheiten aus, welche alle mit Rohrmagazinen ausgestattet waren.

Eine besondere Schwierigkeit für uns ergab sich durch die schwer einschätzbaren Bodenverhältnisse, welche sich auf kurzer Distanz grundlegend ändern konnten. So variierten die Bodenverhältnisse von locker gelagerten Sanden bis hin zum festen Mergel. In einigen Bereichen wurde unseren Geräteführern ein hohes Maß an Geschick abverlangt, wenn in engen Nischen manövriert werden musste oder die Arbeitsebenen und Zuwege sich witterungsbedingt in schlechtem Zustand befanden.

Auch die logistische Situation stellte sich ab und an als herausfordernd heraus, welche wir jedoch mit Weitblick meistern konnten und sich somit kostspielige Transporte von Deutschland nach Polen weitgehend vermeiden ließen.

Ergänzende Info

Bauherr: Generalna Dyrekcja Dróg Krajowych i Autostrad
Auftraggeber: Aarsleff Sp. Z o. o.
System: Temporäranker mit 5 Litzen
Anzahl: 1487 Stück
Länge: 20 m
Gebrauchslast: 650 kN
Prüflast: ohne Angabe
Herstellverfahren: Doppelkopfbohrverfahren mit 2 Nachinjektionen
Bodenart: Sand / Mergel
Ausführungszeitraum: August 2008 – Juni 2009
Bauzweck: Baugrubenverankerung
Bausystem: Litzenanker (temporär)
Gewerk: Verankerungsarbeiten
Baugewerbe: Straßenbau
Land: Polen

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