Aufgrund kontinuierlich steigender Schifffahrtsaufkommen auf den Bundeswasserstraßen werden zahlreiche Kanäle, u.a. der Dortmund-Ems-Kanal (DEK), zur Kapazitätssteigerung ausgebaut. Im Sinne der geplanten Verbreiterung der Durchfahrtsbreite des DEKs wurde in einem Teilabschnitt bei Münster-Amelsbüren eine ca. 1,5 km lange Spundwandstrecke gerammt, die es nach erfolgtem flussseitigem Aushub zu verankern galt. Für die Herstellung dieser Verankerungsarbeiten wurden wir vom Hauptunternehmer Josef Möbius Bau AG beauftragt.
Nach der Herstellung von 30 Probeankern im Vorwege stellten wir die restlichen 461 Daueranker in wechselnden Bodenschichten von schluffigem Ton bis hin zu festem Mergel bzw. Felsgestein her. Da in Teilbereichen kein tragfähiger Baugrund angetroffen wurde, mussten wir 40 Anker um bis zu 6,0 m in tragfähige Schichten verlängern. Während unsere Bohrungen weitgehend von einer aufgeschütteten Sandebene aus erfolgten, mussten aufgrund des nachfolgenden Bodenaushubs unsere Prüf- und Vorspannarbeiten streckenweise von einem Ponton aus durchgeführt werden. Zur Aufnahme der Ankerkräfte über die Spundwand führten wir den gegebenen Umständen entsprechend zudem punktuell Injektionen zur Bodenstabilisation durch.
Lediglich der strenge Winter, der uns zu einer ca. 3-monatigen Arbeitsunterbrechung zwang, konnte den sonst reibungslosen Arbeitsfluss beeinträchtigen.
BV: Dortmund-Ems-Kanal, km 54,357-55,801, Los 8 / Münster-Amelsbüren
Bauherr: Stadt Münster (vertr. durch Wirtschaftsförderung Münster GmbH)Auftraggeber: Josef Möbius Bau AG
Verankerung einer ca. 1,5 km langen Spundwand im Zuge der Querschnittserweiterung des Dortmund-Ems-Kanals (DEK) mittels Permanentankern. Zur Stabilisierung der Spundwand führten wir in Teilbereichen punktuelle Injektionen (Niedrigdruck) durch.
Ergänzende Info
| Bauherr: | Stadt Münster (vertr. durch Wirtschaftsförderung Münster GmbH) |
| Auftraggeber: | Josef Möbius Bau AG |
| System: | Dywidag-Daueranker / Stahldurchmesser 40, 50 und 63,5 mm |
| Anzahl: | 491 Stück |
| Länge: | 9,20 – 18,50 m |
| Gebrauchslast: | bis 1040 kN |
| Prüflast: | ohne Angabe |
| Herstellverfahren: | Doppelkopfbohrverfahren mit bis zu 2 Nachinjektionen |
| Bodenart: | Ton / Mergel / Felsgestein |
| Ausführungszeitraum: | Juli 2009 – April 2010 |
| Bauzweck: | Uferverankerung |
| Bausystem: | GEWI |
| Gewerk: | Verankerungsarbeiten |
| Baugewerbe: | Wasserbau |
| Land: | Westdeutschland |
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