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Schloss, Schwerin

Als Anwärter zum Weltkulturerbe beherbergt das ab 1845 erbaute Schloss Schwerin seit nun 25 Jahren die politischen Volksvertreter des Bundesandes Mecklenburg-Vorpommern. Um auch in Zukunft die Nutzungsansprüche an einen modernen Parlamentbetrieb zu erfüllen, ist der Pleenarsaal von kontinuierlichen Umbaumaßnahmen geprägt. Im Zuge dieser Maßnahmen war die Herstellung von insgesamt elf Mikropfählen für einen Aufzug und eine Sprinkleranlage im Kelergeschoss des Schlosses vorgesehen.

Hierbei erschwerten nicht nur die beengten Räumlichkeiten des Kellers, sondern auch die Anforderungen an den Denkmalschutz des Gebäudes die geplanten Arbeiten. Kleine Durchfahrtsöffnungen, schmale Gänge und Raumhöhen teils von 1,50m erforderten neben dem Einsatz unseres Kellerbohrgerätes auch den der Leichtbaulafette mit minimalsten Abmessungen. Im Bereich des geplanten Aufzuges stellten wir fünf Mikropfähle vom Typ GEWI mit Durchmessern von 50mm und Standardkorrosionsschutz (SKS) her. Hier ließen die bauseitigen Verhältnisse den Einsatz des Kellerbohrgerätes „Hütte 202“ zu, wobei im Bereich der Sprinklerzentrale ausschließlich die Verwendung der Leichtbaulafette möglich war. Aufgrund der besonders geringen Raumhöhe von etwa 1,50m setzten wir dort sechs Bewehrungselemente vom Typ TITAN ein. Diese sind im Vergleich zu den GEWI-Stäben müheloser zu koppeln und dienen durch ihren Hohlquerschnitt gleichzeitig auch als Bohrgestänge.

Neben den Anforderungen infolge der beengten Verhältnisse galt es die Kellerräume während unserer gesamten Tätigkeiten frei on Schmutz und Abgasen zu halten. Über meterlange Schlauchleitungen und mit Hilfe einer Sauganlage konnten anfallendes Bohrgut sowie emittierende Abgase problemlos vom Bohrpunkt ins Freie befördert werden.

Trotz aller Erschwernisse stellten wir alle Pfähle unter Berücksichtigung sämtlicher Anforderungen zur vollsten Zufriedenheit des Bauherrn her, wodurch auch wir unseren Beitrag für ein modernes Parlament leisten konnten. An dieser Stelle wünschen wir viel Erfolg für die Bewerbung um den Titel des Weltkulturerbes.

Bauherr

Landtag Mecklenburg-Vorpommern

Auftraggeber

Landtag Mecklenburg-Vorpommern

Technische Angaben

System:

Verpress­pfähle vom TYP GEWI Ø 50mm sowie Rohr­verpress­pfähle vom TYP TITAN Øa/i 30/11 und 40/20mm

Anzahl:

11 Stück

Länge:

13,50 bis 23 m

Prüflasten:

211 bzw. 840 kN

Bohrtechnik:

Drehbohr­verfahren mit Außenspülung

Ausführungs­­zeitraum:

Sommer 2015

Von Tief­gründung bis Kampf­mittel­son­dierung.